Albert Steffen
Persönlichkeit und Werk Albert-Steffen Stiftung Verlag für Schöne Wissenschaften Homepage

Bücher

Lebensbildnis Pestalozzis

zurück
Lebensbildnis Pestalozzis — Essay
Albert Steffen

1965, 64 S., Gebunden, 2. Aufl.,
ISBN 978-3-85889-072

Preis: CHF 10.-- / EUR 9.00
lieferbar

In den Warenkorb legen 

 
«Seltsam, daß sich Albert Steffen dem hohen symbolischen Gehalt von Pestalozzis Gestalt nicht früher zuwandte - dafür beschert er uns gleich eine Doppelfrucht. In einem Lebensbild und einem Drama ersteht der «verchristete Tell».
Die Lebensstationen, Neuhof, Stans, Burgdorf, Iferten sind mit dem innern Auge gesehen als heilige Tragödie des Geistes. Steffen bildet aus den Selbstzeugnissen Pestalozzis eine symbolische Schau dieses Lebens, in dem die reinste Menschenliebe «ohne Sippeneinschlag» auftrat und sich in opfernder Güte verzehrte. Der «Weihnachts- und Osterimpuls» ist in ihm nochmals lebendig geworden, und wenn er (wie auch Steffen) es manchem in ihrem vom Alltäglichen abgelösten Wortbrauch und -sinn nicht leicht machen sollte, so liegt die Schuld nicht bei ihnen, sondern bei einer Zeit, die sich der Verwandlung durch Gleichnisse verschließt, unter denen die Selbsthingabe Pestalozzis zu den erschütterndsten gehört.
Durch alles Elend der Zusammenbrüche enthüllt Steffen im Befehlsunfähigen den genialen Menschenbildner, im praktisch Gescheiterten den menschheitlichen Helfer der Leidenden, so daß es wohl mit Fug und Recht geschieht, daß Pestalozzi zwischen dem Massenherrscher Napoleon, «dem Meister im Gefügemachen von Kirchen und Staaten» (Pestalozzi) und dem völkerbeglückenden Alexander, jenem Wilson des 19. Jahrhunderts, in der Mitte steht als der im Bettlerkleid verhüllte wahre König, zu dem alle sich wenden, die im Reiche christlichen Geistes ihre unverlierbare Heimat haben.»
(haw in «Die Tat», Zürich 16./17. 12. 1939).